Unsere Deutschlehrerin zu Besuch in einer deutschen Schule im Rahmen des Hospitationsprogramms von PAD
08 грудня 2025
arrow_backназадDas Hospitationsprogramm in Deutschland für Deutschlehrer aus der Ukraine bietet eine wertvolle Gelegenheit, das deutsche Bildungssystem kennenzulernen, die Sprache in einem authentischen Umfeld zu vertiefen und moderne Lernmethoden zu erleben und überzunehmen. Das Programm würde mir helfen, meine Fähigkeiten als Lehrerin zu erweitern und gleichzeitig zur Verbesserung des Deutschunterrichts in der Ukraine beizutragen. Es ist eine wertvolle Chance für persönliches und berufliches Wachstum. Ich bin motiviert, weil ich meine eigenen Unterrichtsmethoden verbessern möchte, neue didaktische Konzepte kennenlernen und mich mit Kollegen aus Deutschland austauschen kann. Zudem stärkt das Programm die kulturelle Verbindung zwischen Deutschland und der Ukraine und trägt zur Weiterentwicklung des Deutschunterrichts in der Ukraine bei.
Wenn ich solche Möglichkeit hätte, würde ich gerne während meines Aufenhalts in Deutschland im Rahmen des Hospitationsprogramms als Deutscjlehrerin aus der Ukraine gerne mehr über folgende Themen erfahren:
Moderne Unterrichtsmethoden im DaF-Unterricht
Lernmittel und Materialien
Schulsystem und Unterrichtsorganisation in Deutschland
Beruflicher Austausch mit deutschen Kolleginnen und Kollegen
Die Arbeit mit der Klasse wie Klassenlehrerin
Das Adolf-Kolping-Berufskolleg, heute im Rhein-Erft-Kreis als Ausbildungszentrum mit den Schwerpunkten Technik und Medien etabliert. Sie vermittelt über mehr als sieben Jahrzehnte hinweg technologisch-gesellschaftlichen Wandel, der sich mit Adolf Kolping, dem Namensgeber der Schule, sowohl der Tradition als auch der Modernität verpflichtet fühlt. Die Schule versteht allgemeine Bildung nicht ohne verantwortliches Handeln und ständigen Praxisbezug. Das Berufskolleg in Nordrhein-Westfalen ist eine Schulform der Sekundarstufe II. Es ist mit den beruflichen Schulen in anderen Bundesländern vergleichbar. Das Berufskolleg vermittelt in einem differenzierten Unterrichtssystem in einfach- und doppeltqualifizierenden Bildungsgängen eine berufliche Qualifizierung (berufliche Kenntnisse, berufliche Weiterbildung und Berufsabschlüsse). Darüber hinaus können vom Hauptschulabschluss bis zur Allgemeinen Hochschulreife alle allgemeinbildenden Abschlüsse erworben bzw. nachgeholt werden.
Am 10. November 2025 wurde ich vom Schulleiter Herr Helleberg und vom Stellvertrettender Schulleiter Herr Cleve begrüßt. Der Schulleiter hat mir über das Berufskolleg erklärt und den Kollegen und den Kolleginnen vorgestellt. Frau Sobczyk vom Lehrerrat hat für meinen 3-wöchigen Aufenthalt im Adolf-Kolping-Berufskolleg einen perfekten Hospitationsplan entworfen, den sie jede Woche extra für mich geplant hat, nachdem sie über meine Wünsche gefragt hat. Ich bin dankbar an alle Kollegen im Berufskolleg, die mich gerne zur Hospitation im Unterricht herzlich eingeladen haben und alle Arbeitsmaterialien geteilt haben. Jeder hat mich gerne der Klasse vorgestellt und sein Fach und Thema erklärt, woran sie gearbeitet haben und was ist Schwerpunkt in ihrem Fach oder was für ein Thema sie erlernen, was ihr Ziel am Ende des Schuljahres ist. Ich war überrascht, wie kreativ jeder Unterricht gestaltet wurde. Der Einsatz verschiedener Technologien und interaktiver Methoden machte das Lernen spannend. Auch gleichzeitig haben die Kollegen Interesse an das Schulsystem in der Ukraine, nachdem sie mich gefragt haben. Das Kolleg stellte alle notwendigen Ressourcen für das Praktikum zur Verfügung: Ich konnte verschiedene Unterrichtsstunden besuchen, aktiv an außerschulischen Aktivitäten teilnehmen, mit den älteren Klassen, und mit Lehrern und Schülern sprechen. Das Kolleg war sehr unterstützend und half mir immer mit Ratschlägen und Empfehlungen.
Ich habe das Praktikum in verschiedenen Klassenstufen absolviert: von der 10 bis zur 13. Klassen. Neben den Deutschstunden habe ich auch Unterricht in Werkstätten von Holz- und Metalltechnik, Englisch, Mathematik und Spanisch, Religion, Wirtschaft, Politik, Audiovision, Geschichte, Gestaltungstechmik besucht (dieser Fachbereich ist in den Schulen der Ukraine eher selten. In der Schule, an der ich unterrichte, gibt es diesen Unterricht überhaupt nicht).
In den Unterrichten hat ständig freundliche Atmosphäre geherrscht. Ich habe realistische Einblicke im Alltag, Ausstattung und Lern-Arbeitsbedingungen — theoretische Vorstellungen weichen oft ab von der tatsächlichen Situation. Ich habe auch in Internationalen Förderklassen Deutschunterrichten übergenommen. Es war auch ein gutes und positives Erlebnis, wo der Lehrkraft einen Vertreter für die Mithilfe hat, und wo man Gruppen nach der Stärke teilen kann. Ich bin froh, dass ich nicht nur Stärken, sondern auch Schwachen Schüler und Klassen beobachten konnte.
Frau Sultanie, die Integrationsbeauftragte und gleichzeitig meine Gastmutter, deren Ehemann auch Sonderpädagoge ist, hat mir über seine Arbeit erklärt. Die Töchter von Familie Sultanie-Braun, die ein Gymnasium besuchen, haben über ihre Erfahrungen mitgeteilt. Ich habe auch mit Frau Sultanie Abendschule besucht, wo sie unterrichtet, die es nicht in der Ukraine gibt. Ich habe auch an einem Treffen zur Planung Gestalter Tag und am Nachteilsausgleichskonferenz für kranke Schülerin, am Theater AG, am Kunst AG teilgenommen. Es war gute Erfahrung, wie man das Lernen und Klausuren für die Schülerin im Rollstuhl plant, weil es immer mehr und überall mehr Inklusiven Schüler gibt. Auch habe ich mit Frau Sultanie beim Kunst AG den Kindergarten vom Hürt besucht und beobachtet.
In meiner Freizeit haben wir mit der Gastfamilie Sultanie Braun Museen, Stadt Köln und Weihnachtsmärkte und Karneval am 11.11 besucht und wir sind am Wochenende viel gereist. Jeder Tag war wertvoll, da ich die Möglichkeit hatte, die Kultur Deutschlands präsenz kennenzulernen.
Ich habe mein Ziel erreicht – ich habe wertvolle Erfahrungen gesammelt, die mir helfen werden, eine bessere Pädagogin zu werden. Meine Erwartungen hinsichtlich des Lernens und der Zusammenarbeit mit den Schülern wurden vollständig erfüllt. Ich habe viele neue Kenntnisse und Fähigkeiten erworben, die meine pädagogische Praxis erheblich verbessern werden. Dieses Praktikum war ein wichtiger Schritt in meiner beruflichen Entwicklung, und ich bin dankbar für die Möglichkeit, diese Erfahrung zu machen. Eine Hospitation dient dazu, einen realistischen Einblick in den Unterrichts- und Arbeitsalltag zu bekommen. Man beobachtet Klassen, Lernabläufe und Projekte, Konferenzen und AG. Dabei gewinnt man einen Eindruck von der Ausstattung der Schule, dem Verhalten der Lehrkräfte, der Lernatmosphäre sowie von der Organisation des Unterrichts. Die Hospitation hilft einzuschätzen, ob der Bildungsgang und das fachliche Umfeld zu den eigenen Interessen, Fähigkeiten und Erwartungen passen.
Ich werde bestimmt vor Kurzem eine Präsentation für meine Kollegen schaffen, um Erfahrungen zu teilen und auszutauschen.
Es wäre auch gut, wenn wir Anfang oder das Ende des Schuljahres in